Während der Napoleonischen Kriege, insbesondere im Jahr 1806, als die französischen Truppen nach der Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt in die Mark Brandenburg einfielen, erlebte die Region um Grünheide und Fangschleuse schwere Zeiten. Die französischen Soldaten plünderten und brandschatzten, was die Bevölkerung in große Not brachte. Die Bewohner von Grünheide und Umgebung mussten nicht nur ihre Lebensmittel und Vorräte abgeben, sondern auch ständig neue und höhere Abgaben zahlen.

Eine bemerkenswerte Anekdote aus dieser Zeit erzählt von den mutigen Fangschleusern, die sich gegen die französischen Besatzer zur Wehr setzten. Ein französisches Detachement, das im sogenannten Soldatengrund biwakierte, wurde von den Einheimischen mit einfachen landwirtschaftlichen Werkzeugen wie Dreschflegeln, Heugabeln und Äxten angegriffen und in die Flucht geschlagen. Diese mutige Tat zeigt den Widerstandsgeist der Bevölkerung, die trotz der Übermacht der französischen Truppen nicht bereit war, sich kampflos zu ergeben.

Der Soldatengrund liegt heute im Bereich des Rathauses und Marktplatzes in Grünheide. Damals war er ein strategisch wichtiger Ort, da er sich in der Nähe der Löcknitz und der Verbindungswege zwischen den Seen befand.