Schön, dass ihr die Fontane-Kiefer gefunden habt und euch für die Geschichte dahinter interessiert! Hier haben wir ein paar weitere Informationen zusammengetragen.
Mehr über die Benennung der Kiefer
Was war los, nachdem 2024 die Kiefer gefallen ist?
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und nun noch ein kleines Gedicht:
Die Fontane-Kiefer an der Löcknitz
Am Ufer der Löcknitz, im Märkischen Sand,
Ein Wahrzeichen stand, dem Wanderer bekannt.
Die Fontane-Kiefer, so ragt’ sie empor,
Ein stiller Zeuge, am waldigen Tor.
Man sagt, der Dichter zog hier vorbei,
Sah Wolkenschatten und Vogelschrei.
Die Kiefer mocht’ ihm ein Sinnbild sein,
Der Mark Beständigkeit, herbe und rein.
Doch was besteht, was der Mensch nicht schuf?
Ein Sturmwind kam, ein ungestümer Ruf.
Er brach den Stamm, der Jahre überstand,
Nun liegt die Krone tief im Ufersand.
Die Wanderer kommen, verweilen am Ort,
Verstummt ist der Wind, verklungen das Wort,
Das in den Wipfeln gerauschet so sacht,
Wenn über dem Tale die Sonne gelacht.
Man spüret, weil der Baum nicht mehr ist,
Dass man seiner Dauer ein Denkmal vermisst.
Ein Stein soll es werden, vielleicht auch aus Erz,
Ein Trost für das wehmutsvoll schlagende Herz.
Doch schaut nur, wie’s wurzelt, das alte Holz,
Ein Heimstatt für Käfer, voll heimlichem Stolz.
Natur nimmt zurück, was sie einstens verlieh,
Das ist der Lauf, die ew’ge Melodie.
So bleibt sie im Wandel, die märkische Pracht,
Auch wenn ein Denkmal des Baumes gedacht.
von Albrecht Köhler unter Nutzung von KI (Gemini)
Im Löcknitztal stand die sogenannte Fontane-Kiefer. Ihr Baumstamm war im Inneren stark geschädigt und wurde 2024 von Böen gebrochen. Baumkundliche Untersuchungen ergaben ein Alter von etwa 180 Jahren – jünger, als lange vermutet.
Der verrottende Stamm ist nun Teil des natürlichen Waldkreislaufs: Ein Lebensraum für Insekten, Pilze und Tiere des Löcknitztals.
Der Name der Kiefer erinnerte an Fontanes Streifzüge durch die Mark – als stiller Gruß an den Schriftsteller, dessen Blick für märkische Landschaften bis heute inspiriert.
Theodor Fontane wurde 1819 in Neuruppin geboren und prägte die märkische Literatur. Er streifte jahrzehntelang durch Brandenburg, beobachtend und schreibend. Orte und Menschen der Mark beschrieb er mit feinem Sinn fürs Detail und machte viele Gegenden, wie das Löcknitztal, so erstmals bekannt und sichtbar.

